In dem Moment, in dem die Ideologien zerfallen und sich die Standpunkte verfluechtigen, in diesem Moment bleiben nur noch die Orte, die uns verraten, wo wir sind und wo wir sein koennten.

Und so strickt, næht und nagelt Hans Unstern seine Worte, Rhythmen und Klænge auf die Landkarte bis es scheint, als habe er die Erde mit einer Folie aus Wunderland ueberzogen, um dem Bizarren und dem Geraden, dem Lærm und der Stille, der Sehnsucht und der Zufriedenheit, all jenen Gegensætzen, die ohne einander nicht existieren koennen, eine wuerdige Kulisse fuer ihre Kollision zu bieten, sei es im Straßengraben Richtung Madrid, im Supermarkt in Lyon oder im alten Elbtunnel.

Zwischen Hans Unsterns Zeilen wird man vergeblich nach einer Entscheidung ueber Gewinnen oder Verlieren suchen - denn das Zweifellose wære das Ende aller Lieder.

{von Oliver Pauls}






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